Vorbemerkungen

Unsere Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft und damit ihr wertvollstes Gut. Nachhaltige Investitionen in Bildung und Erziehung sind eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für die Teilhabe und Teilnahme an unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft. Dafür vermitteln die Schulen jungen Menschen mit ihrem Bildungsauftrag:
  • moralische, kulturelle und religiöse Werte,
  • Methodenkompetenz sowie soziale, mediale und personale Kompetenz
  • Kenntnisse und Fertigkeiten mit denen sie der Gegenwart und der Zukunft begegnen können,
  • und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.

Wer Kinder hat, verdient die besondere Fürsorge des Gemeinwesens. Alle Bildungseinrichtungen müssen so organisiert sein, dass sie den veränderten
Familienstrukturen (Berufstätigkeit beider Eltern, allein Erziehende) Rechnung tragen. Schulen und Gemeinden haben damit auch eine gesellschaftspolitisch wichtige Dienstleistungsfunktion. Bei der Erfüllung aller dieser Aufgaben sind Schulträger, Eltern und Lehrer Partner. Die Offene Ganztagesgrundschule schafft einen Rahmen für die Intensivierung sozialer, kognitiver und motorischer Erfahrungen. Mit außerunterrichtlichen Angeboten baut sie „Erfahrungsbrücken“ zum Nahbereich und vernetzt Angebote öffentlicher und außerschulischer freier Träger. Das erweiterte Zeitfenster ganztägiger Angebote schafft Raum für inhaltliche und methodische Veränderungen schulischer Bildungsangebote. Ziel ist die Weiterentwicklung der Grundschule zu einem ganzheitlichen System von Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem Unterricht und außerunterrichtliche Angebote inhaltlich und organisatorisch aufeinander bezogen sowie auf die Lern- und Lebensbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind.

Die Kinder kommen zu einem erhöhten Anteil aus Kleinfamilien, Alleinerziehungssituationen und Situationen neuer Partnerschaften. Sie erfahren in der Ganztagesbetreuung Modelle größerer Erziehungsgruppen / "Geschwister" / „Familien“.
Es wird angestrebt, die Betreuung / Offenen Angebote in die Trägerschaft eines Fördervereins zu überführen.

 

Bisherige Entwicklung der Betreuungsangebote

Die Grundschule Dunningen in Seedorf entwickelte in den letzten Jahren (seit 2000) das Betreuungsangebot der "Verlässlichen Grundsschule" in Kooperation mit den Kindergärten der Gemeinde mit Betreuung vor und nach dem Unterricht von 7.00 Uhr - 14.00 Uhr. Dabei wird auch in den Ferien - bis auf ein Zeitfenster von zwei Wochen - ein Betreuungsangebot von der Gemeinde vorgehalten.
Bereits im Jahr 2005 hat unsere Schule eine Hausaufgabenbetreuung eingerichtet, die sich an den Unterricht anschließt und den Zeitraum bis 15.35 Uhr umfasst. Dafür beschäftigt die Gemeinde Dunningen geeignete Personen, die das Mittagessen ausgeben, im Anschluss die Erledigung der Hausaufgaben begleiten und danach die Kinder betreuen. Die Leitung und Organisation obliegt der Schulleitung.
Auf dieser Grundlage war es möglich, allen Kindern der Schule, den Unterricht ergänzende Angebote zu machen. Diese erfolgen im Sinne des Lernbegleiterprogramms des Landes in Kooperation mit der Musikschule, dem Sportverein Seedorf, dem Handharmonikaclub Seedorf und der Jugendkunstschule des Kreises. Wegen des Pilotcharakters haben Gemeinde und Landkreis Mittel dafür bereitgestellt. Der Bedarf hat sich nach zögerlichem Beginn rasch stabilisiert auf 30 Kinder (Hausaufgabenbetreuung) und auf weitere ca. 40 - 50 Kinder bei den ergänzenden Angeboten. Die Gebühren für die Hausaufgabenbetreuung werden aus sozialen Gründen bewusst möglichst gering angesetzt. In besonders bedürftigen Fällen wird von der Gebühr für die Hausaufgabenbetreuung befreit. Die ergänzenden Angebote sind bis auf geringe Sachkostenbeiträge (Jugendkunstschule, Musikinstrument-Ausbildung) gebührenfrei.

Bedarf

Nachdem die Hausaufgabenbetreuung an der Grundschule in Seedorf drei Jahre Durchgang und Erfahrung aufweist, können sehr präzise Aussagen über Bedarf und Nachfrage gemacht werden. Die Nachfrage lag ab dem zweiten Durchgangsjahr bereits bei 12 % der Schüler / im dritten Durchgangsjahr bei 15 %. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage mittelfristig sukzessive auf ca.  40 – 50 % erhöhen wird. Unter Berücksichtigung des Schülerrückganges (Minimum in 2010/11 bei 230 Schülern) wird ein Bedarf von bis zu 100 Plätzen erwartet, was die Einrichtung von bis zu vier Gruppen erfordert.

  • Grundschule Dunningen in Seedorf
  • Sportplatzweg 9
  • 78655 Dunningen
  • 07402 7918
  • Fax: 07402 910476